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Mediation ist ein Konfliktlösungsmodell zwischen strittigen Parteien und hat eine lange interkulturelle Tradition. Sie wurde bereits bei den alten Hebräern, in Afrika, Japan und China zur Lösung vielfältiger Konflikte herangezogen. Man muss weder Jurist noch Psychologe sein, um sie zu erlernen. Im Gegenteil: Praktische Lebenserfahrung und Einfühlungsvermögen sind mindestens genau so wichtig wie Kenntnisse im geltenden Recht und in der Psychologie.
Was ist Mediation? Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem eine neutrale dritte Person die Beteiligten darin unterstützt, die zwischen ihnen bestehenden Konflikte durch Verhandlungen einvernehmlich zu lösen. Die Parteien (= Medianten) treffen sich im Beisein der Mediatorin, um die Streitpunkte auszuarbeiten, über diese zu verhandeln und eigenverantwortlich Lösungen zu entwickeln. Da sie gezwungen sind, selbst eine Lösung der Konflikte zu finden, stärkt Mediation die Verantwortung der Parteien. Dabei ist die Chance größer, dass die Medianten sich -in größerem Maße als bei einem gerichtlichen Urteil - an die getroffene Vereinbarung gebunden fühlen und zwischen ihnen weiterhin eine Beziehung erhalten bleiben kann. Mediation ist keine Therapie und auch keine Rechtsberatung; Mediation ist ein kreativer Umgang mit Konflikten.
"Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht." Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller
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